Man lernt ja als Mensch so allerhand. Bahnt sich durch das Leben und lernt nebenbei Sprache, rechnen, sich zu verhalten und auch Geräte zu bedienen. Unterhaltungelektronik, Küchengeräte, Autos, Handys, Computer und gegebenfalls auch Kameras.
Nun kann man entweder gerade noch das Nötigste über sie erlernen, dass gerade noch so etwas wie ein Foto daraus erkennbar ist, sich technisch zumindest so nennt. Oder man nimmt sich diesem Genre ganz an.
Doch dabei kam mir letzthin ein ganz seltsamer Gedanke : wenn man doch alles über Kameras erlernen könnte, warum denn nicht gleich auch über's Leben?
Seit gut 36 Jahren nenne ich mich Mensch, habe diesbezüglich aber noch nie einen Kurs oder dergleichen besucht. Und Aussagen wie "Du sollst so handeln damit's richtig ist", hören sich für mich wie Sätze à la "Du sollst nicht gegen die Sonne fotografieren" an.
So, und jetzt habe ich vor Kurse in "Menschsein" zu belegen! Brauche nur noch eine geeignete Schule zu finden. Ach' was - Lebenserfahrung sei die beste Schule? Weshalb sind sich Menschen dann trotz all ihrer Erfahrungen so uneinig? Ich möchte fachliche Bildung - ein Diplom in MenschSein, das Zertifikat "Mensch"!
Ja, ich will Profi werden.
ProfiMensch, sozusagen. Wir erlernen ja schliesslich auch unsere Berufe und sind dann Profis.
Und vielleicht lässt sich damit ja sogar auch noch Geld verdienen. Na ja, zumindest so als Nebenverdienst . . .
Wir sind ja alles Menschen, so wie wir ja alle auch auf den Auslöser einer Kamera drücken können. Aber wer ist denn schon "Profi-Mensch" . . . ?
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